Erstmals Landesligahandball in Eching!

Was trotz toller Leistungen unserer männlichen C-Jugend lange nur ein Traum zu bleiben schien, ist am Samstag tatsächlich war geworden. Erneut zeigte das Team beim dritten und letzten Qualirundenspieltag tolle Leistungen und holte sich am Ende den zweiten Platz im 5er Startfeld und DAMIT EINEN STARTPLATZ FÜR DIE LANDESLIGASAISON 2018/2019 – Glückwunsch Jungs! Noch nie zuvor schaffte es ein Jugendteam des SC Eching sich für die Landesliga zu qualifizieren – insofern kann man ohne Übertreibung davon reden, dass die Mannschaft um das Trainergespann Stephanie Geil und Thomas Gentgen Echinger Handballgeschichte geschrieben hat!

Los ging es gegen das Team von der TS Jahn München. Bereits in der vergangen Bezirksligasaison traf man auf die Münchner. Nachdem man die Spiele beide deutlich gewann, ging man selbstbewusst an die erste Aufgabe heran. Schon nach wenigen Minuten lag man  mit 3:0 vorne. Doch von nun an war „Bruder Leichtfuß“ Begleiter im Echinger Spiel. Es wurden zwar reihenweise klare Chancen herausgespielt aber leider auch ziemlich häufig nicht verwertet. So lag man zur Pause „nur“ mit 8:4 in Führung obwohl das Spiel hätte gefühlt bereits entschieden hätte sein müssen.

Zu Beginn von Durchgang zwei ging es zunächst ähnlich weiter. Beim 13:11 war der Vorsprung sogar auf nur noch zwei Tore zusammengeschmolzen.

Dann jedoch machten die Echinger ernst und gewannen durch vier Tore in Folge am Ende hochverdient und deutlich mit 17:11.

Auch im zweiten Spiel ging es gegen „alte Bekannte“. Gegner war der TV Altötting, auf die man bereits in der ersten Qualirunde getroffen war. Damals ein Spiel, das erst in den letzten Sekunden zugunsten des SCE entschieden wurde. Doch die Echinger Jungs hatten aus dem damaligen Spiel gelernt und dominierten den Gegner von Beginn an. Diesmal war man auch sehr konsequent beim Ausnutzen der sich bietenden Torchancen. So hieß es nach sechs gespielten Minuten bereits 6:2. Zur Pause war das Spiel dann beim Stand von 11:4 quasi bereits entschieden.

In der zweiten Spielhälfte wurde auf Echinger Seite dann kräftig durchgewechselt, was dem Spielfluss jedoch keinen Abbruch tat. Auch ergebnismäßig betrug die Führung immer mindestens vier Tore. Drei Minuten vor Spielende lag man sehr komfortabel mit 15:8 in Front. Durch drei Altöttinger Tore in der Schlussphase trennte man sich am Ende 15:11.

Im dritten Spiel gegen den gastgebenden TuS Traunreut war dann etwas die Luft raus. Denn durch die bisherigen Ergebnisse war bereits vor Anpfiff klar, dass man nicht mehr von den ersten drei Plätzen zu verdrängen war. Damit war die Landesligaqualifikation bereits eingetütet.

Beide Mannschaften taten sich zu Beginn des Spiels mit dem Tore werfen enorm schwer. Nach rund fünfeinhalb Minuten war es dann soweit und Traunreut ging mit 1:0 in Führung. Bis dahin zählte man auch Echinger Seite jedoch schon sieben Angriffsversuche, die allesamt ohne Torwurf endeten, da technische Fehler diesen verhinderten. Nach gut sieben Minuten trafen dann auch die SCE-Buben zum ersten Mal ins „Schwarze“. Bis zum 2:2 blieb es ergebnismäßig ausgeglichen. Zur Pause lag Eching mit 5:3 zurück. Auch im zweiten Spielabschnitt wurde die Angriffsleistung leider nicht besser und so lag man beim 8:3 bereits mit fünf Toren im Rückstand.

Eigentlich wäre das immer noch aufzuholen gewesen. Aber irgendwie wollte in diesem Spiel der Knoten nicht so richtig platzen. Am Ende verlor man mit 9:6. Paradoxer Weise hatte man in diesem Spiel die wenigsten Gegentore im Turnierverlauf kassiert, was für eine durchaus ordentliche Abwehrleistung spricht. Allerdings war man demgegenüber im Angriff leider viel zu inkonsequent und hat deshalb folgerichtig am Ende leider verloren.

Im letzten Spiel gegen ESV 27 Regensburg wollte man sich dann nochmal von seiner besten Seite zeigen. Denn die Landesligaqualifikation mit zwei abschließenden Niederlagen zu feiern, das wollte man dann doch nicht.

Bis zum 4:4 verlief das Spiel recht ausgeglichen. In den folgenden Minuten hatte man das Spiel dann klar im Griff und ging mit 8:4 in Führung. Bis zur Pause schrumpfte der Vorsprung leider noch bis auf 9:7 zusammen.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb es ein enges Spiel, beim dem Eching stets mit ein bis drei Toren in Front lag. Am Ende trennte man sich dann mit 14:14. In Anbetracht der Tatsache, dass man nur beim 1:0 und 2:1 im Rückstand lag und ansonsten stets führte, eigentlich zu wenig. Doch in Anbetracht der errungenen Landesligaqualifikation mochte sich am Ende darüber auch niemand mehr zu richtig ärgern. Im Gegenteil… trotz bereits erreichtem Ziel warfen unsere Jungs im letzten Spiel nochmals alles in die Waagschale.

Direkt nach dem Schlusspfiff wurde dann gefeiert. Zunächst gönnte man sich einen kräftigen Schluck aus dem drei Liter Weißbierglas (das natürlich standesgemäß nur mit Spezi gefüllt war) um sich dann noch gemeinsam im nahegelegenen Traunreuter Freibad abzukühlen. Aber, und auch das ist „Handball made in Eching“, nach dann schon zehn gemeinsamen Stunden, hatten alle noch nicht genug, und man verabredete sich noch zum gemeinschaftlichen „Landesligabankett“ in Echings Biergarten.

Und so endete der schönste und vermutlich auch längste Handballtag unserer C-Jugend erst gegen 22 Uhr.

Toll, was unsere Jungs auch beim letzten Turnier wieder geleistet haben. Denn diesmal musste man den Ausfall von Stammtorhüter Alexander Weilbach auffangen. Neben Jonas Keis sprang diesmal Daniel Hanrieder im Tor ein. Er steht zwar bei Echings Fußballern im Tor, ist aber eigentlich im Handballteam für Rechts Außen oder Halbrechts vorgesehen.

Beide Torhüter machten ihre Sache jedoch hervorragend und gaben dem Team den nötigen Rückhalt.

Linksaußen Paul Ramajzl drohte auch auszufallen, spielte dann jedoch trotz gebrochenem Finger das Turnier durch. Insofern waren die Voraussetzungen nicht wirklich günstig. Umso höher ist es einzuschätzen, wie sich die Jungs auch diesmal wieder durchgebissen haben!

Zum Abschluss einer langen Saison inkl. Qualirunde wollen wir an dieser Stelle auch nochmal auf das ganze letzte Jahr zurückblicken:

Vor ziemlich genau einem Jahr hatten die Echinger Jungs auch die damalige Qualirunde abgeschlossen. Damals hatte man sich zum Ziel gesetzt, einen Startplatz in der Bezirksoberliga zu erreichen. Am Ende verpasste die Truppe das Ziel denkbar knapp, denn es fehlten bei den Qualiturnier einmal zwei Tore und beim letzten Turnier sogar nur ein mickriges Törchen.

Etwas traurig ging es dann in die Bezirksligasaison. Natürlich lautete das Ziel vom Start weg, um die Meisterschaft mitzuspielen. Sehr schnell zeigte sich auch, dass man zu den Topteams der Liga gehörte. Bis zur Winterpause gewann man alle Spiele, die meisten sogar sehr deutlich.

In der Rückrunde hieß es dann konzentriert bleiben und keinen Gegner auf die „leichte Schulter“ zu nehmen. Auch diese Aufgabe lösten die Jungs mit Bravour. Und so stand am Ende die klare und verdiente Meisterschaft mit nur einer Niederlage.

In die Qualifikation zur Landesliga ging es dann mit durchaus gemischten Gefühlen. Man hatte zwar im Verlauf der Saison sehr viel Selbstvertrauen tanken können, gleichzeitig war aber auch klar, dass man auf Mannschaften aus einer „anderen Kategorie“ treffen würde.

So fuhr man zum ersten Spieltag eigentlich mit dem Ziel irgendwie den Absturz in die BOL-Quali zu verhindern. Von dem dann am Ende doch recht souverän errungenen Turniersieg und den damit verbundenen „Aufstieg“ in die Quali zur Bayernliga war man doch dann selbst etwas überrascht.

Das Highlight folgte dann eben in der zweiten Qualifikationsrunde für die Bayernliga, als man das Glück hatte, das Heimrecht zugesprochen zu bekommen. So hatte man 06.05. drei der besten Teams Bayerns in Eching zu Gast. Bei diesem Turnier zeigte sich zwar, dass man noch ein gutes Stück hinter diesen Mannschaften liegt, der Abstand aber auch nicht so groß war, dass man aus der Halle geschossen worden wäre. Insofern waren das lehrreiche Spiele in denen es für die Echinger Jungs zwar keine Punkte, aber dafür sehr viel zu lernen gab.

Außerdem nutzte man auch die Chance sich als hervorragender Gastgeber zu präsentieren. Denn sowohl der Hallenverkauf wurde in Gemeinschaftsarbeit mit der sehr engagierten Elternschaft top organisiert und auch die Halle war mit mehreren hundert Zuschauern sehr gut gefüllt. So schaffte man es dem hochklassigen Jugendhandball auch einen würdigen Rahmen zu geben.

Einmal „Bayernligaqualifikationsluft“ geschnuppert, wollten sich die Jungs dann beim letzten Turnier „zumindest“ den Landesligaplatz sichern. Für ein Team, das in der letzten Saison noch in der untersten Klasse spielte ein hohes Ziel. Umso mehr muss man vor der Leistung den Hut ziehen. Denn wie oben beschrieben, trat man in den ersten beiden Spielen sehr souverän auf und sicherte sich frühzeitig das begehrte Ticket.

Bei aller Freude über das Erreichte, geht die „Arbeit“ aber nun erst so richtig los. Denn natürlich möchte man nun nicht als „Kanonenfutter“ in der Landesliga an den Start gehen. Im Gegenteil, wer den Ehrgeiz der Jungs kennt, der weiß, dass man auch in Bayerns zweithöchster Spielklasse in der Tabelle soweit wie möglich nach oben klettern will.

Auch die „logistische“ Herausforderung wird natürlich nun größer, denn die Auswärtsfahrten werden vermutlich ein gutes Stück länger und weiter. Aber auch hier ist man dank der großen Unterstützung durch die Elternschaft bestens aufgestellt. Denn bisher hatte man eher so viele Fahrer, dass man auch noch einige Fans hätte mitnehmen können.

Mit dem Startplatz in der Landesliga ist man nun schon sehr weit oben angekommen. Damit wird die Luft natürlich immer „dünner“ und das „Risiko“, dass es nicht immer weiter bergauf geht, größer.

Hier kann es sicher helfen, dass sich drei Jungs in der Bezirksauswahl von Altbayern etabliert haben und hoffentlich bald der Vierte folgen wird. Denn die Erfahrung durch die dortigen zusätzlichen Trainingseinheiten auf einem hohen Niveau bringen die Spieler natürlich auch mit ins Echinger Team.

Aber die Stärke liegt eben nicht nur darin, dass man einige wenige Leistungsträger hat. Auch ganz dicht dahinter haben die Trainer noch einige Spieler, die auf einem ähnlich hohen Niveau spielen können. Und so ist man auch in der glücklichen Lage, dass man auf sehr vielen Positionen ohne Qualitätsverlust durchwechseln kann.

Allerdings ist die Spielerdecke mit insgesamt „nur“ 12 C-Jugendlichen etwas dünn. Deshalb hofft man hier durch die tollen Leistungen und das positive Auftreten des Teams noch auf weitere Verstärkungen. Durch die tolle Entwicklung in den letzten Monaten und Jahren ist man so, was die Jahrgänge 2004 und 2005 angeht, zur „ersten Adresse“ im näheren Umkreis geworden.

Aber auch mit der Integration von „Handballanfängern“ hat man in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht. Und so möchte man natürlich auch alle „Echinger Jungs“ ansprechen, die sich den tollen Sport Handball im Rahmen eines Probetrainings mal aus der Nähe anschauen wollen. Wir freuen uns über jeden Neuzugang!

Für die kommende Saison wollen die Jungs – auch zwei Spielklassen höher – die Eltern und Fans weiterhin mit tollem Jugendhandball begeistern. Schon heute wollen wir an dieser Stelle für eine volle Halle mit toller Stimmung werben.

Am großen Erfolg beteiligt waren die Spieler:

Alexander Weilbach, Jonas Keis, Timothy Davies, Sinan Enßlin, Jannis Stocker, Benno Betz, Frederick Sellier, Laurenz Reichert, Daniel Hanrieder, Lionel Sellier, Phillip Seemüller, Paul Ramajzl, Benjamin Gentgen

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.