Ein „gebrauchter Tag“ – schade, da war mehr drin!

Ein „gebrauchter Tag“ – schade, da war mehr drin!

September 30, 2018 Aus Von Thomas Gentgen

Nach dem viel umjubelten ersten Saisonsieg in der letzten Woche ist die C-Jugend beim Auswärtsspiel gegen den TSV Wertingen wieder auf den harten Boden der Realität zurückgeholt worden.

Am Ende ging das Spiel auch in der Höhe verdient mit 40:27 (19:12) verloren. Dabei stellte man sich oft selbst ein Bein. In den ersten Minuten war man noch nicht wirklich auf dem Platz…. im Angriff zu viele technische Fehler, in der Abwehr einfach zu weit weg vom Gegner und zu langsam. So lag man bereits nach sechs gespielten Minuten mit 6:1 im Hintertreffen.

Nun fanden die Jungs so langsam besser ins Spiel und konnten auch ihre eigenen Stärken besser ausspielen. Insbesondere über Gegenstöße konnte man beim 8:5, 10:8 und 12:10 wieder ergebnismäßige Tuchfühlung zu den Gastgebern aufnehmen.

Leider gelang es in der Folge weiterhin nicht, die Löcher in der eigenen Abwehr zu stopfen und so konnte Wertingen mit fünf Toren in Folge wieder deutlich davon ziehen. Beim Spielstand von 19:12 wurden dann schließlich die Seiten gewechselt.

Trotz frisch geschmiedeter Pläne in der Halbzeitpause, schafften es die Geil-/Gentgenbuben im zweiten Spielabschnitt nicht die Wende einzuleiten. Wertingen spielte weiter sehr konzentriert und nützte die Echinger Unaufmerksamkeiten gnadenlos aus. So wuchs der Rückstand über 23:14 und 32:19 weiter an und so langsam wurden auch Kopf und Beine müde. Insofern entwickelte sich auf beiden Seiten ein munteres Scheibenschießen, bei dem einem die Echinger Torhüter etwas leidtun konnten, da in diesem Spiel ein ums andere Mal die Unterstützung durch die Vorderleute fehlte und sie durchweg unhaltbaren freien Würfen vom Kreis ausgesetzt waren.

In den letzten Minuten rauften sich die Echinger Jungs dann nochmal zusammen und schafften es, den ein oder anderen Ball in der Abwehr zu gewinnen und über schnelle Gegenstöße den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen.

Fazit:

Ein Spiel aus dem man sehr viel lernen kann. Insbesondere ein Lehrbeispiel dafür, dass (auch wenn es die Zuschauer auf der Tribüne oft anders sehen) man ein Handballspiel nur über eine stabile Abwehr gewinnen kann. Jetzt könnte man die körperliche Unterlegenheit für die Lücken in der Abwehr als Begründung anführen. Der Anspruch sollte es jedoch sein, dann andere Möglichkeiten zu finden, um diesen „Nachteil“ auszugleichen. Mit einem guten Stellungsspiel und einer „vorausschauenden“ Spielweise gilt es stattdessen, den nächsten Spielzug/Pass des Gegners zu antizipieren und möglichst in einen Ballgewinn umzuwandeln. Diesmal sind wir jedoch nur „hinterhergelaufen“ und haben es dem Gegner viel zu leicht gemacht.

Diese „Unsicherheit“ aus der Abwehr überträgt sich dann natürlich auch auf die Angriffsleistung, da man bei jedem Torabschluss ergebnismäßig unter Zugzwang steht. Auch hier fehlte die nötige Ruhe und Geduld. So ist es am Ende nicht verwunderlich, dass man zu viele klare Chancen liegenlies und auch den ein oder anderen technischen Fehler zu viel produzierte.

Die Niederlage ist kein Beinbruch sondern Teil des Lernprozesses. Ärgerlich ist sie dennoch, denn wer euch regelmäßig spielen und trainieren sieht, der weiß, dass eigentlich mehr drin gewesen wäre und wir es im Vergleich zum letzten Spiel nicht geschafft haben „unser Spiel“ durchzubringen.

Insofern gut, dass am kommenden Samstag ein „ganz einfaches“ Spiel gegen den Tabellenführer aus Sulzbach-Rosenberg ansteht. Das Team führt die Liga mit drei klaren Siegen an. Insofern geht unser Team als Außenseiter an den Start und kann (hoffentlich mit der Unterstützung möglichst vieler Fans) nur gut aussehen! Spielbeginn ist am Samstag um 17.30 Uhr.

Für Eching spielten:

Tor: Alexander Weilbach, Jonas Keis

Timothy Davies 3, Sinan Enßlin 2, Jannis Stocker 6, Frederick Sellier 2, Laurenz Reichert 6/2, Lionel Sellier, Paul Ramajzl 8, Benjamin Gentgen