A-Jugend sorgt für Furore!

A-Jugend sorgt für Furore!

Mai 29, 2014 1 Von Bastian Winkler

In den ersten beiden Runden der Landesliga-Quali präsentiert sich die neuformierte männliche A-Jugend hervorragend.

Angeführt von Marlon Escriva und Robin Jahn, die schon letzte Saison zum Stammpersonal der Herrenmannschaft gehörten, sowie Björn Seiffert, Thomas Schild (beide für ein Jahr B-Jugend bei der HSG-Isar-Mitte), Matthias Daum und Maximilian Kleff (pausierten beide für ein Jahr), hatte man nahezu wieder den Stamm an Jugend-spielern,der bereits gemeinsam seit der D-Jugend zusammenspielte, beisammen.
Ergänzt durch die Neueinsteiger Raul Eckert und Frederic Rothe, sowie unterstütz durch B-Jugendspieler wie Fabian Halbig, Maxi Ernst oder Phil Lenz sah man sich gewappnet mit dem Ziel ÜBOL in die Landesliga-Quali zu starten.

Der Spaß sollte dabei ebenso wenig auf der Strecke bleiben, wie das Hauptziel die Neuen und B-Jugendlichen zu integrieren und geschlossen Erfahrungen zu sammeln.
Doch leider begann alles mit einer Hiobsbotschaft eine Woche vor der ersten Runde:
Torhüter Robin Jahn erlitt eine schwere Gesichtsverletzung, die ihn für die komplette Quali-Zeit ausfallen lies bzw. lassen wird.
Dass hingegen der Ankündigung vom BHV unsere erste Runde auf den selben Tag fiel, wie die erste Runde der ÜBOL Qualifikation unserer B-Jugend, war dann noch das Sahne-Häubchen.
Eine Anfrage seitens des Trainers den Torhüter der Garchinger A-Jugend
(welche keine Quali gemeldet hatte) für die 6 Wochen “auszuleihen” um irgendwie spielfähig sein zu können, wurde seitens der Garchinger Vorstandsschaft kategorisch abgewiesen und als unsportlich und wettbewerbsverzerrend mit den Worten abgetan, es könne ja dann jede Mannschaft irgendwoher die stärksten Spieler leihen und sich so leicht für bessere Ligen zu qualifizieren.
Da es lediglich darum ging, überhaupt antreten zu können und nichtmal ansatzweise von der Absicht der Mannschaftsverbesserung die Rede sein konnte, war die Absage umso bedauerlicher.

Mit der neuaufgebrochenen Fußverletzung vom Marlon Escirva einen Tag später,
hatte sich der Trainer schon mit dem Rückzug und dem Antritt in der Bezirksliga abgefunden.
Doch ihm kam Antonello Barba zuvor, ein weiteres neues Gesicht, mit der Erfahrung aus wenigen Monaten E-Jugend-Handball.
Kurzfristig von Thomas Schild rekrutiert erklärte er sich gleich bereit den Platz im Tor einzunehmen.
So schwor man sich nochmal ein und folgte dem Motto nichts verlieren zu können, und während wohl die meisten unserer Gegner die letzten beiden Trainingseinheiten vor der ersten Runde für den spielerischen Feinschliff nutzten,
spielte sich in der Echinger Dreifachturnhalle ein zweiteiliger Torwart-Schnellkurs ab.

Als dann der Tag der ersten Runde gekommen war fuhr man komplett ohneErwartungen und volkommea-jgd-quali 14-15 gelassen nach Gundelfingen, mit dem Ziel sich dort gegen die Heimmannschaft sowie die Vertreter aus Lauingen und Bruckmühl einfach gut zu präsentieren.
Jedoch waren weder Modus noch Spielplan auf Seiten der Echinger. So hatte man nach dem Eröffnungsspiel gleich zwei Spiele hintereinander à 2×20 Minuten mit weniger als 10 Minuten Pause zwischen den Spielen.

Man absolvierte also am Stück 80 Minuten Handball mit 8 Mann, darunter ein Marlon Escriva der weder sprinten noch springen konnte und drei komplette Handballneulinge.
Doch gleich im ersten Spiel setzte man ei Ausrufezeichen!
Mit einem bärenstarken Thomas Schild im Angriff schoss man Bruckmühl förmlich
aus der Halle und gewann hochverdient mit 26:17,
und das obwohl man die zweite Halbzeit versuchte kräftesparrend zu spielen.

Echinger überraschen trotz Widrigkeiten

     Als man dann 10 Minuten später, mit Lauingen gegen den Sieger aus dem ersten Spiel antrat, galt es eigentlich nur möglichst keine Verletzungen zu riskieren und Spaß zu haben. Aber auch hier überraschten die Echinger.
Dank einer tollen kämpferischen Abwehrleistung ging man mehr als verdient aber deutlich zu knapp mit einer 3-Tore-Führung in die Halbzeit. Nun steckten den Jungs 60 Minuten in den Knochen, doch dieses Spiel wollte man nicht mehr hergeben und aus dem lockeren Spaßgedanken entwickelte sich Siegeswille.
Die Lauinger mit breit besetzter Bank erhöhten jetzt das Tempo, kamen aber nie mehr als auf 2 Tore heran. Erst 2 Minuten vor Schluss brachen die aufopferungsvoll spielenden Thieme-Schützlinge ein.
Dies allerdings weniger schwindendem Willen und Kraft, als der Chancenverwertung und 2 äußerst fragwürdigen Pfiffen geschuldet, welche man wohl nach 78 Minuten Handball auch verzeihen muss.
Am Ende sprang “nur” ein 19:19 heraus, was sich trotz allem mehr wie eine Niederlage anfühlte – zu gut hatte man gespielt und zu knapp war man am Sieg vorbei geschrammt.
Da man nun sicher für die zweite Runde qualifiziert war und das Ziel bereits um Längen überschritten hatte, wollte man auch den Turniersieg
(weniger um in die Bayernliga-Quali aufzusteigen, als um so quasi schon für die ÜBOL qualifiert zu sein).
Leider kam jetzt der Spielplan wieder in die Quere:
3 Stunden Pause liesen Müdigkeit und Schmerzen zu Tage kommen, der Rhythmus ging komplett verloren und die Verletzung vom Marlon Escriva machte ein Weiterspielen unmöglich.

Eine verschlafene Halbzeit, verhindert Aufsteigen in Bayernliga-Qualifikation

Dies hatte zur Folge, dass die erste Halbzeit gegen Gundelfingen komplett verschlafen wurde und man zur Halbzeit 3:13 zurücklag.
Groß Vorwürfe konnte man den Jungs nicht machen, einzig die Vorgabe sich ordentlich vom Turnier zu verabschieden.
Und das gelang vollkommen: Mit 15:12 gewann man die zweite Halbzeit, war zwischenzeitlich sogar wieder auf drei Tore heran und vergab zahlreiche Möglichkeiten das Spiel noch enger zu machen.
Am Ende verlor man mit 25:18 deutlich zu hoch gegen ausgeruhtere, aber sicherlich nicht stärkere  Gundelfinger.

Fazit der ersten Runde: Tolle Leistung, jeder konnte sich in die Torschützenliste eintragen, tolle Torwartleistung, tolle Stimmung, 2. Runde wir kommen!

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Bessere Vorzeichen boten sich auch nicht für die 2. Runde.
Hinzu kam, dass mit Raul Eckert ein weiterer Spieler ausfiel und man komplett ohne
Auswechselspieler gegen Kempten-Kottern, Herrsching, Anzing und Regen antrat.

Gleich im ersten Spiel zeigte Mittespieler Maxi Kleff welches Potential er hat und führte die Echigner zum 14:10-Auftaktsieg gegen Gastgeber Herrsching, der letztlich viel zu niedrig ausfiel, in dem man aber auch das Tempo rausnehmen musste, wollte man unter die ersten Zwei kommen, welche sich für die dritte Runde qualifizieren sollten.
Im nächsten Spiel trat man gegen ambitionierte Anzinger an.
Auch hier war die Abwehr der Schlüssel und mit einer 2-Tore-Führung gings zum Seitenwechsel. Doch die deutlich breiter aufgestellten Anzinger, wussten manche
Unerfahrenheit der “Neuen” auszunutzen und kamen immer besser ins Spiel.
Leider lies man hier zu früh die Köpfe sinken und ergab sich dann letztlich viel viel
zu hoch mit 22:15 dem Schicksal. SCHADE!!!

Gute Leistungen mt zu wenig Toren belohnt!

Im dritten Spiel gegen Turnierfavoriten Kempten-Kottern, ein ähnliches Bild: Halbzeitführung, schlechte Chancenverwertung, leichte Fehler aus Unerfahrenheit.
Allerdings ergab man sich nicht und hielt dagegen. Doch letztendlich kam man gegen 3(!) abgepfiffene Vorteilstore nicht an und musste am Ende alles nach vorne werfen.  Auch hier wurde wenig  leistungsgerecht mit 10:15 verloren.

Die Messe war gelesen und der zweite Platz nicht mehr machbar.
Trotzdem zeigte man gegen Regen noch mal was man kann und gewann locker mit 17:7.

Fazit: Großer Kampf, der leider nicht belohnt wurde.
Am Ende fehlten lediglich zwei Tore aus den Spielen gegen Herrsching und Anzing die ebenfalls mit 4:4 Punkten abgeschlossen hatten um den zweiten Platz zu ergattern
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 Nun tritt man in der 3. Runde zur ÜBOL in Landsberg an und strebt drei klare Siege an. Leistungsvermögen und Selbstbewusstsein sollte dafür mehr als ausreichend sein