Zirkus Londoria Nebularius auf Vorbereitungstournee

September 22, 2014 0 Von Bastian Winkler

 

GruppenfotoKaum war der kleine Zirkusdirektor nach langer Abstinenz wieder zurück, brach der Zirkus Londoria Nebularius vergangen Freitag zu letzten Vorbereitungen und Generalproben ins schöne Inzell auf, um sich bei idealen Bedingungen auf die erste Vorstellung im Dreifachzelt zu Eching (Samstag 27.9.14 – 18:00Uhr – Eintrittskarten an der Abendkasse; Erwachsene: frei; Schüler, Studenten, Rentner: ermäßigt 0,-€) einzustimmen.

Bei der ersten nächtlichen Übungseinheit kamen nicht nur die Jahnimesischen Zwillinge Antoine und Niggi ins Schwitzen.

Doch der kleine Zirkusdirektor und seine Clowns Touch-Down-Flori, Nimmersatt und der Franzose sorgten für ausgelassene Stimmung. Spätestens als der Franzose in der Sauna mit seinem gekrümmten Rohr wedelte, waren die ersten Strapazen vergessen und man konnte daraufin bei ein bis 10 Bier den Abend beruhigt ausklingen lassen.
Es folgte eine kurze Nacht in den hölzernen Hütten. Bereits um 7:00 Uhr schwang sich der Muskelmann elegant aus dem Hochbette und lud zur morgendlichen Ertüchtigung. Draußen wartete bereits der französiosche Clown und wedelte zur Begrüßung. Aber abgesehen vom Zauberer Maloni stieß er dabei auf wenig Begeisterung.  Insbesondere Löwendompteur Rene und Stuntpilot Philson Mandela war der Unmut über die frühe Jogging-Runde anzusehen. Nach der darauf folgenden Stärkung ging es in die zweite Übungseinheit.
Trotz der steten Ablenkversuche durch die angrenzend übenden Volleyballerinnen, arbeitete man am Gesamtkonzept der Vorstellung:

 

Atemberaubend schnell, Offensiv und Attraktiv.
Kurzum ein riesen Spektakel! 

 

Leider fehlte noch die letzte Genauigkeit in der Ausführung und während Touch-Down-Flori einige Tipps beim kleinen Direktor abholte, übten sich Hochseilakrobat Air-Konschti und der nimmersatte Allesfresser im Jonglieren mit einem Ball. Was erst dann deutlich besser funktionierte als sich Jani Murray und der rotbärtige Metallmann dazugesellten.
Um weitere Ablenkungen zu vermeiden nutze Maloni die Mittagspause und besiegte zusammen mit dem Muskelmann die Volleyballerinnen im Sandburgenbau. Das laute Stöhnen des Muskelmannes beim aufopfernden Kampf der beiden hallte noch kilometerweit.
Jabaleno rechts

Jabaleno rechts

 

 

Am Nachmittag stieß noch Feuerschlucker Jabaleno zur Truppe und bereicherte trotz Rücken, Knie, Ober- und Unterschenkel, Hals-,Nasen- und Ohren, die Übungseinheiten mit seiner Erfahrung, an denen es insbesondere dem Nimmersatten und Maloni noch zu mangeln schien.
Mit einer ersten Generalprobe wollte man den Abend beschließen. Doch im nahegelegenen Traunreut stieß man auf ein sehr kritisches Publikum. So schwer und intensiv hatte man sich das Ganze nicht vorgestellt. Doch man bewies Ruhe und Teamgeist und konnte den ein oder anderen Trick aus dem Ärmel zaubern. Leider stürtzte AirKOnschti als er rüde vom Hochseil gestoßen wurde und auch dem kleinen Direktor sah man die Strapazen nach der langen Pause an. Doch der Nimmersatt und der Franzose sprangen in die Presche und sorgten trotz einiger schlechter Witze für Entlasstung. Besondere BEgeisterung löste auch Rene aus, der seine Löwen immer wieder in die Lange Ecke trieb und am rechten Rand nichts anbrennen ließ. Selbstverständlich war dies keinesfalls, kurz zuvor waren die Löwen Richtung Ingolstadt ausgebrochen, hatten sich aber unentschieden und waren doch zu Rene zurückgekehrt.
Nichts anbrennen ließ auch Feuerspucker Jabaleno als er beim gemeinsamen Abendessen dem Nimmersatt zeigte was richtiger Hunger ist.
Gott sei Dank kam auch Rene auf seine Kosten, man hatte fast befürchtet die Löwen hätten sein Fleisch gefressen.
Darauf folgten deutlich weniger Bier und eine deutlich längere Nacht. In Übungseinheit Vier am Sonntag Vormittag kratze man alle verbliebenen Kräfte zusammen und ließ sich von Jabaleno in dessen Künste einführen. Insbesonder Maloni und Touch-Down-Flori fanden daran gefallen und beglückten den vollkommen erschöpften Zirkusdirektor mit Flugeinlagen die sogar Air-Konschti zum Staunen brachten.
Als die Lager geräumt waren, begab man sich zum abschließenden Probeauftritt nach Sauerlach. Man merkte der gesamten Truppe die Anstrengungen der vergangenen drei Tage an. Der kleine Direktor und Jabaleno pausierten komplett, Maloni, Air Konschti und der Franzose humpelten nur noch durch die Arena und Philson Mandela erinnerte mehr an einen Powerwalker ohne Power denn einem Hochgeschwindigkeitsstuntman.
Der kleine Direktor, gezeichnet von den Strapazen
Der kleine Direktor, gezeichnet von den Strapazen

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch der grippegeschwächte Touch-Down-Flori war bloß zu ganz miesen Scherzen aufgelegt und so war es am zurückgekehrten ausgeruhten Jani Murray und dem unzerstörbaren Muskelmann die Vorstellung zu retten. 

Spätestens als der Muskelmann Gefühl zeigte, durchzuckte die Menge doch ein zartes Raunen.
Letztlich ist es im Zirkus aber wie im wahren Leben:
 Nur eine verpatzte Generalprobe ist eine richtige Generalprobe.
Trotzdem waren die gesamte Vorbereitung mehr als erfreulich, die Truppe rückte noch näher zusammen und wird die Zuschauer zum Saisonstart mit vielen Kunststücken beglücken.
Ein großer Dank noch an den Förderverein, der dem kleinen Zirkus finanziell unter die Arme griff  und dieses tolle Wochenende mit ermöglichte!